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Rote Spitze im Allgäu

Rundtour mit Besteigung der Roten Spitze 2130m

Eine bergtour mit hochalpinem charakter welche es aufgrund der länge und des schnees in sich hatte. mit steigeisen und pickel geht es auf dem jubiläumsweg vorbei an felsigen, grasigen gipfeln und insgesamt 3 seen. landschaftlich also wirklich ein genuss.

Wir entschieden uns so früh wie möglich mit dem Auto zum Vilsalpsee zu fahren, denn die Straße ist nur zu gewissen Zeiten für Autofahrer geöffnet. Am Vilsalpsee angekommen, schlagen wir den Weg rechts am Ufer entlang ein bis wir schließlich die Vils-Alpe erreichen. Hier halten wir uns rechtsseitig und beginnen den steilen Aufstieg über steinige Pfade, später über Wiesen. Der Ausblick auf den Vilsalpsee ist wirklich sehr schön und ein Blick zurück lohnt sich. Unterhalb der steil abfallenden Wände des Rauhorns steigen wir entlang ohne groß Höhenmeter gut zu machen. Doch Vorsicht, ab hier sind sehr viele Altschneefelder vorhanden und wir gehen mit Steigeisen und Pickel weiter. Vorsichtiges steigen und sicherer Umgang mit der Ausrüstung ist hier unbedingt notwendig und darf keinesfalls unterschätzt werden. Auch der Steinschlag ist nicht zu unterschätzen, denn wir hören immer wieder Steine herabfallen. Wir steigen entlang des Jubiläumsweg weiter, bis wir mit Frontzacken in die Scharte mit einer Wechte gelangen. Rechts geht es zum Rauhorn und wir wählen den linken oberen Weg in Richtung Schrecksee. Nach kurzer Zeit haben wir einen schönen Blick hinab zum See, welcher noch im Winterschlaf liegt. Wir nehmen den Weg weiter zum Kirchdachsattel, welcher das ein oder andere mal die Hände erfordert. Dort angekommen, haben wir einen herrlichen Blick auf unser Ziel, die Rote Spitze.

 

Nunja, im Kessel liegt doch noch sehr sehr viel Schnee und wir beratschlagen nach dem sinnvollsten weiterweg. Schnell ist ein Weg ausfindig gemacht und wir beginnen den Abstieg im Schnee zur Kasten-Alpe. Dort angekommen hangeln wir uns entlang der schneefreien Hügel stetig bergauf bis wir schließlich das westliche Lachenjoch erreicht haben. Nach einer kurzen Rast steigen wir in ca  15 Minuten hinauf zum Gipfel der Roten Spitze. Dieser liegt auf 2130 Meter und bietet einen unfassbar schönen 360° Rundumblick. Wir genießen die Aussicht und sehen schon die Landsberger-Hütte. Wieder am Lachenjoch angekommen fahren wir im Altschnee so gut es eben geht ab und laufen zur Hütte welche eigentlich erst eine Woche später öffnen soll. Wir freuen uns umso mehr, dass wir trotzdem was zum Essen und Trinken bekommen. In der Ferne sind immer wieder lokale Gewitter hörbar und es ist schon später Nachmittag. Wir machen uns auf den Abstieg zum Traualpsee und vorbei an tollen Wasserfällen hinunter zum Vilsalpsee.

 

Aufgrund des vielen Altschnees ist die Tour anspruchsvoll und der Umgang mit Steigeisen sowie Eispickel sollte beherrscht werden. Trittsicherheit und die Richtige Routenwahl sind ebenso Voraussetzung. Da auf der Tour nur wenig Schatten und begrenzte Einkehrmöglichkeiten vorhanden sind, sollte man ausreichend Wasser dabei haben. Keinesfalls sollte man die Länge der Tour unterschätzen, gerade im Frühjahr wenn noch sehr viel Schnee liegt. Zum Schrecksee selbst lohnt es sich eher nicht absteigen, denn dort sind meistens viel zu viel Menschen, welche nicht gerade Umweltbewusst unterwegs sind. Der See sollte deswegen geschützt und nicht noch mehr belagert werden. Ich apelliere an alle Wanderer stets ihren Müll mit zu nehmen, die Natur zu Respektieren und sie zu Schützen. Sie ist ein wertvolles Gut welche es wert ist respektvoll damit umzugehen.

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