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Durchschreitung der gesamten Nagelfluhkette am 27.05. - 28.05.17

Nagelfluhkette mit Biwak

GESTEINSART

 

Als Nagelfluh wird ein Gestein bezeichnet, welches aussieht wie typischer Waschbeton. Die Nagelfluhkette ist eine Gebirgskette, welche komplett aus diesem Gestein besteht.

Das Wetter war für dieses Wochenende wirklich extrem gut gemeldet und so entschlossen wir uns eine Nacht unter Sternenhimmel zu verbringen.

 

ES WARTET EINE TOLLE AUSSICHT AUF UNS


Nachdem wir dann das Auto in Immensatdt abgestellt hatten, fuhren wir mit dem Bus zur Talstation des Hochgrat um von dort die Tour zu starten. Allerdings war unser erster Gipfel nicht der Hochgrat sondern der Falken, welcher Westlich vom Hochgrat steht. Immer der Masse nach ging es zunächst auf Forststraße und später dann auf einem Pfad über Wiesen und Alpen bis zum Grat. Dort angekommen erwartete uns ein wirklich atemberaubendes Panorama mit dem wir wirklich nicht gerechnet haben. Die schneebedeckten Berge in der Ferne, Bodensee und Säntis ließen das Herz schneller schlagen. Diese Aussicht sollte uns die ganze Tour lang begleiten.
Am Grat entlang ging es dann zu Gipfel nummer zwei, dem Eineguntkopf und kurz danach der Hohenfluhalpkopf sowie der Seelekopf. Die Temperatur schien utopisch hoch und der 12 kg Rucksack drückte auf den Schultern. Ich hatte durst.
Wir stiegen zur einzigen Alpe welche weit und breit offen hatte. Wir bestellten gleich mehrere Getränke um unseren Durst zu löschen. Das Gesicht der Bedienung hätte ich Fotografieren sollen als sie sah, dass wir nur zu zweit sind.
Gestärkt ging es zur nächsten und fast letzten Etappe des ersten Tages zu Gipfel nummer 5 dem Hochgrat. Es war schon ziemlich spät und wir waren schon ziemlich erschöpft.

 

BIWAK


Zeit sich ein ruhiges Schlafplätzchen zu suchen. Gesagt getan. Wir hatten Sicht auf Bodensee, die ganzen Alpen sowie in Richtung Norden ins Flachland.

Hunger hatten wir nicht wirklich mehr aber wir brauchen für den nächsten Tag nochmal viel Energie. Ich heizte den Kocher an und bereitete das leckere Käsefondue zu. Dazu gab es ein leckeres Radler. Wir genossen den Abend, das Panorama und später dann den Sonnenuntergang. (Fast direkt im Bodensee)

Der Wind lies nun auch etwas nach und so kuschelten wir uns in unsere (viel zu warmen) Schlafsäcke. Es ist einfach herrlich unter freiem Himmel zu schlafen und dabei einfach stundenlang in die Sterne zu schaun. Wie weit doch das Weltall ist und wie schön die Natur. Ich wollte gar nicht einschlafen weil es so schön war. Die Lichter um den Bodensee waren auch schön mit anzusehen.

 

GUTER START IN DEN TAG

 

Schon klingelte der Wecker um natürlich auch den Sonnenaufgang nicht zu verpassen. Er war wunderschön und die ersten Wanderer ließen nicht lange auf sich warten. Aber ohne Kaffee und Frühstück geht da gar nichts, und so roch es auch schon nach Kaffee und Müsli. Gemütlich genossen wir den Morgen bevor es dann wieder bergab und danach steil bergauf ging zu unserem nächsten Gipfel, dem Rindalphorn. Nach diesem erneut runter und wieder hoch zum Gündleskopf, Buralpkopf. Die Hitze war auch an diesem Tag fast schon unerträglich. Das ständige auf und ab nahm uns ganz schön mit. Immer wieder machten wir eine Pause um uns zu erholen.

Weiter gehts zum Sedererstuiben und Stuiben. Die Wanderer, welche völlig falsch ausgerüstet waren,  sind auch schon unterwegs.  Wir erreichten den Steineberg. Ich kann nicht mehr. Aber der Point of no Return ist schon lange vorbei. Der Abstieg hat es nochmal in sich, es zieht sich ganz schön bis man wieder in der vorerst letzten Scharte ist. Am Bärenkopf angekommen erstmal hinsetzen und ausruhen. Am Bärenkopf soll der letzte Bär deutschlands erlegt worden sein.
Nach diesem geht es dann zum Ziel unseres Abenteuers dem Mittag. Endlich angekommen. Ein Stück Kuchen muss jetzt aber sein.

 

FAZIT

 

Es war eine sehr schöne Tour und Landschaftlich echt lohnend. Allerdings im Sommer recht heiß und wenn die Kühe auf der Alm sind liegen überall Tretmienen rum.

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